REKA-Feriendorf - Die Sonne scheint aufs Dach

Neun Gebäude mit 50 Ferienwohnungen, Hallenbad und Kinderspielplätzen: Der auf die vergangene Wintersaison hin eröffnete Gebäudekomplex des Reka-Feriendorfs in Blatten hat es in sich. Er produziert seine Energie gleich selbst und das erst noch CO2-frei. Das schweizweit einzigartige Projekt wurde vom Bundesamt für Energie als Leuchtturmprojekt unterstützt und von der Lauber IWISA AG geplant und umgesetzt.

«Das Besondere an der Energieversorgung des Gebäudekomplexes war die Installation einer sogenannten Photovoltaik-Hybrid-Anlage», erklärt Mark Brigger, Projektleiter Photovoltaik bei Lauber IWISA. Dabei handelt es sich um eine Kombination von Solarstrom und thermischer Solarenergie in einem Modul. Sieben der insgesamt neun Gebäude wurden mit Solaranlagen ausgerüstet, vier davon zusätzlich mit einer Hybrid-Anlage, auf einer Fläche von insgesamt 1’1000 Quadratmetern. Der jährliche Ertrag beläuft sich auf rund 175'000 Kilowattstunden Strom und 360’000 Kilowattstunden Wärme, was einem Jahresstromverbrauch von etwa 36 Haushalten entspricht. «Speziell an dem Ganzen: Es ist in dieser Grössenordnung die erste Indach-Hybrid-Anlage in der Schweiz.»

Saubere Energie vom Dach

Ziel des Energiekonzepts sei in erster Linie die Selbstversorgung, betont Brigger. Allein durch die installierten Panels können 70 Prozent des Energieverbrauchs gedeckt werden. Die Solarzellen auf den Dächern produzieren die Energie, den die Ferienanlage selbst verbraucht – überschüssiger Strom wird ins Netz gespiesen. Gleichzeitig produzieren die Solaranlagen aber auch Warmwasser zum Heizen und Duschen. Weil diese Energie im Sommer nicht vollständig verbraucht wird, speichert die Hybrid-Anlage sie in 150 Meter tiefen Sonden im Fels, welche als Erdwärmespeicher funktionieren. Wärmepumpen machen aus der dabei gespeicherten Energie im Winter wiederum Heizwasser und Warmwasser. Weil deshalb kein Erdöl oder Erdgas verbraucht werden muss, verursacht das System auch kein CO2.

Planung und Umsetzung der Anlage brachten für die Spezialisten bei Lauber IWISA einige Herausforderungen mit sich. «Unsere Stärke war dabei sicherlich, dass wir Photovoltaik-Anlagen mit unseren Gebäudehüllenspezialisten installieren können. Die eigene Spenglereiabteilung arbeitet das ganze Jahr hindurch auf dem Dach.» Dabei können laut Brigger verschiedene Aspekte, wie Systemgarantie, technische Aspekte und Qualität, berücksichtig werden. «In dieser Hinsicht sind wir im Oberwallis sicherlich einmalig, da die Dienstleistungen von der Planung im eigenen Ingenieurbüro über die Installation mit diplomierten Fachkräften bis hin zu Betrieb und Unterhalt reichen.»

Lauber IWISA setzt auf Solarenergie

Aber nicht nur in Blatten konnte sich Lauber IWISA in den letzten Jahren durch Installationen von Photovoltaik-Anlagen einen Namen machen. Die umgesetzten Projekte reichen von etlichen Einfamilienhäusern bis hin zu Dachflächen auf Grossüberbauungen. So auch für die 2014 neu eröffnete Jugendherberge und das Aqua Allalin in Saas-Fee, welche mit dem Watt d’Or Preis des Bundesamt für Energie ausgezeichnet wurde. «Solche Grossprojekte erfordern langjährige Erfahrung und eine präzise Planung», betont Brigger. «Die Beurteilung, ob die Konstruktion der Dächer für Installationen einer PV-Anlage geeignet ist, die Höhenlage wie zum Beispiel in Saas-Fee, die Dachneigung und Ausrichtung stellen das Photovoltaik-Team immer wieder vor neue, aber lösbare Herausforderung.»

Auch künftig will Lauber IWISA im Bereich erneuerbarer Energien weiterhin als innovativer Partner für ihre Kunden hochwertige Projekte realisieren. Denn mit über 300 Sonnentagen im Jahr ist das Wallis einer der bestmöglichen Standorte für die Produktion von Solarenergie in der Schweiz. «Die Nachfrage ist weiter steigend, besonders im Bereich der Photovoltaik», ist Brigger überzeugt. Auch bei Hybrid-Anlagen geht er davon aus, dass die Zahl der Installationen in den nächsten Jahren allmählich steigen wird. Schliesslich sei es ein Bereich, der von Bund, Kanton und Gemeinden weiter gefördert wird. «Steuerabzüge machen den Bau einer Solaranlage noch attraktiver.»

 

«Tag der Sonne» lockt nach Naters

Um die vielseitigen Möglichkeiten durch Sonnenenergie zu demonstrieren, organisiert die Lauber IWISA AG am Samstag, 2. Mai einen Tag der offenen Tür. Erstmals wird im Rahmen der von der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie (SSES) durchgeführten «Tage der Sonne» auch in Naters zwischen 10.00 bis 16.00 Uhr ein Tag ausschliesslich der Sonne gewidmet. Neben einem Vortrag um 10.45 Uhr werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Lauber IWISA die Bereiche Photovoltaik, thermische Solaranlagen und Heizungserneuerungen vorstellen. Auch für das leibliche Wohl wird dabei gesorgt sein. Alle Interessierten sind herzlich am Hauptsitz von Lauber IWISA an der Kehrstrasse 14 in Naters eingeladen!


Interessante Links:

Offizielle Seite des Reka Dorfes Blatten-Belalp

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Herr Mark Brigger, Projektleiter Solarmontage mit eidg. FA, Telefon 027 922 77 53, steht Ihnen zu allen Fragen rund um Solartechnik zur Verfügung. Zögern Sie nicht, Ihn zu kontaktieren... Oder kommen Sie am 02. Mai vorbei und nutzen Sie die Gelegenheit, sich mit Fachleuten vor Ort auszutauschen!

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